📊 Bewertung & Wertermittlung

Immobilie bewerten lassen – So ermitteln Sie den echten Marktwert

Alles über kostenlose & professionelle Immobilienbewertung: Verfahren, Faktoren, Kosten und wie Sie den realistischen Verkaufspreis ermitteln

⏱ Lesezeit: 11 Min.📅 Aktualisiert: Januar 2025📊 Praxisrelevant
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Sie möchten Ihre Immobilie im Allgäu verkaufen, erben oder einfach wissen, was Ihr Haus oder Ihre Wohnung wert ist? Eine professionelle Immobilienbewertung ist der erste und wichtigste Schritt. Hier erfahren Sie, wie Bewertungen funktionieren, welche Verfahren es gibt und wie Sie den realistischen Marktwert ermitteln.

📌 Das Wichtigste in Kürze:

  • • Eine Immobilienbewertung ermittelt den Verkehrswert (Marktwert)
  • • Es gibt 3 Bewertungsverfahren: Vergleichswert, Ertragswert, Sachwert
  • Kostenlose Online-Bewertungen geben erste Richtwerte (in 2 Minuten)
  • Professionelle Gutachten sind verbindlich & kosten 500-2.000 €
  • • Wichtigste Faktoren: Lage, Zustand, Größe, Ausstattung, Marktlage

Warum sollten Sie Ihre Immobilie bewerten lassen?

Eine realistische Immobilienbewertung ist in vielen Situationen unverzichtbar:

💰 Beim Verkauf

Setzen Sie den optimalen Angebotspreis:

  • • Zu hoch → keine Interessenten
  • • Zu niedrig → Geld verschenkt
  • • Realistisch → schneller Verkauf zum besten Preis

🏛️ Bei Erbschaft

Ermittlung für:

  • Erbschaftssteuer-Berechnung
  • Aufteilung bei Erbengemeinschaft
  • Verkaufsentscheidung treffen

⚖️ Bei Scheidung

Grundlage für:

  • Zugewinnausgleich
  • Realteilung oder Verkauf
  • Auszahlung eines Partners

🏦 Bei Finanzierung

Wichtig für:

  • Beleihungswert der Bank
  • Kredithöhe ermitteln
  • Refinanzierung prüfen

⚠️ Wichtig zu wissen:

Der emotionale Wert Ihrer Immobilie ist meist höher als der Marktwert. Erinnerungen, persönliche Gestaltung und Sentimentalität spielen bei der Bewertung keine Rolle – nur objektive Faktoren zählen.

Die 3 Bewertungsverfahren im Detail

In Deutschland gibt es drei standardisierte Verfahren zur Immobilienbewertung, die je nach Objekttyp angewendet werden:

1

Vergleichswertverfahren

Am häufigsten genutzt für Wohnimmobilien

📊 Wie funktioniert's?

Der Wert wird durch Vergleich mit ähnlichen Immobilien ermittelt, die kürzlich in der Region verkauft wurden.

Formel: Verkaufspreis = Vergleichspreis × Wohnfläche × Zu-/Abschläge

✓ Anwendung für:

  • ✓ Eigentumswohnungen
  • ✓ Einfamilienhäuser
  • ✓ Reihenhäuser
  • ✓ Doppelhaushälften

📍 Voraussetzung:

  • • Ausreichend Vergleichsobjekte
  • • Ähnliche Lage & Ausstattung
  • • Aktuelle Verkaufsdaten

💡 Beispiel Allgäu:

Eine 80m² Wohnung in Kempten: Vergleichsobjekte wurden für durchschnittlich 4.200 €/m² verkauft.
→ Geschätzter Wert: 80m² × 4.200 € = 336.000 € (vor Zu-/Abschlägen)

2

Ertragswertverfahren

Für vermietete Immobilien & Renditeobjekte

📊 Wie funktioniert's?

Der Wert basiert auf den erzielbaren Mieteinnahmen und dem Bodenwert.

Formel: Ertragswert = Bodenwert + (Jahresreinertrag × Vervielfältiger)

✓ Anwendung für:

  • ✓ Mehrfamilienhäuser
  • ✓ Vermietete Wohnungen
  • ✓ Gewerbeimmobilien
  • ✓ Renditeobjekte

📍 Wichtige Faktoren:

  • • Jahresreinertrag (Miete - Kosten)
  • • Liegenschaftszinssatz
  • • Restnutzungsdauer
  • • Bodenwert

💡 Beispiel Allgäu:

Mehrfamilienhaus mit 4 Wohnungen, Jahresreinertrag 24.000 €, Vervielfältiger 15, Bodenwert 100.000 €
→ Ertragswert: 100.000 € + (24.000 € × 15) = 460.000 €

3

Sachwertverfahren

Für selbstgenutzte Immobilien ohne Vergleichswerte

📊 Wie funktioniert's?

Der Wert ergibt sich aus Bodenwert + Gebäudesachwert(Herstellungskosten minus Alterswertminderung).

Formel: Sachwert = Bodenwert + (Herstellungskosten - Alterswertminderung)

✓ Anwendung für:

  • ✓ Selbstgenutzte Einfamilienhäuser
  • ✓ Spezialimmobilien
  • ✓ Denkmalgeschützte Objekte
  • ✓ Wenn keine Vergleichswerte existieren

📍 Wichtige Faktoren:

  • • Bodenrichtwert
  • • Gebäudegröße (m²/m³)
  • • Baukosten pro m²
  • • Alter & Zustand

💡 Beispiel Allgäu:

Einfamilienhaus (150m²), Bodenwert 150.000 €, Herstellungskosten 2.000 €/m² = 300.000 €, Alterswertminderung 30% = 90.000 €
→ Sachwert: 150.000 € + (300.000 € - 90.000 €) = 360.000 €

Die wichtigsten Bewertungsfaktoren

Der Wert einer Immobilie wird von vielen Faktoren beeinflusst. Hier sind die wichtigsten:

📍

1. Lage, Lage, Lage

Der wichtigste Faktor! Die Lage entscheidet über bis zu 50% des Wertes.

  • Makrolage: Stadt vs. Land (Kempten vs. Dorf)
  • Mikrolage: Straße, Nachbarschaft, Lärmbelastung
  • Infrastruktur: Schulen, Ärzte, Einkaufen, ÖPNV
  • Tourismus: Oberstdorf > Kaufbeuren (Nachfrage!)
🏠

2. Zustand & Alter

Modernisierung und Instandhaltung haben großen Einfluss.

  • Baujahr: Neubauten wertvoller
  • Sanierungen: Dach, Fenster, Heizung
  • Energieeffizienz: Energieausweis A-G
  • Sichtbare Mängel: Feuchtigkeit, Risse
📐

3. Größe & Grundriss

Größer ist nicht immer besser – auf die richtige Aufteilung kommt es an.

  • Wohnfläche: m² Preis sinkt bei großen Objekten
  • Grundstücksgröße: Wichtig bei Häusern
  • Raumaufteilung: Funktional vs. verschachtelt
  • Anzahl Zimmer: Zielgruppe beachten

4. Ausstattung

Von einfach bis luxuriös – die Ausstattung macht den Unterschied.

  • Küche & Bad: Modern vs. veraltet
  • Bodenbeläge: Parkett vs. Laminat
  • Extras: Fußbodenheizung, Smart Home
  • Außenanlagen: Balkon, Terrasse, Garten
📈

5. Marktlage

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

  • Nachfrage: Viele Käufer = höhere Preise
  • Angebot: Wenig Objekte = Verkäufermarkt
  • Zinsentwicklung: Niedrige Zinsen = mehr Nachfrage
  • Wirtschaftslage: Allgäu = stabil & attraktiv
⚖️

6. Rechtliches

Rechtliche Rahmenbedingungen können den Wert beeinflussen.

  • Grundbuch: Lasten, Wegerechte, Erbbaurecht
  • Bebauungsplan: Einschränkungen beachten
  • Denkmalschutz: Auflagen & Förderungen
  • Altlasten: Kontaminierte Böden

🎯 Wertsteigerungspotenzial nutzen:

Sie können den Wert Ihrer Immobilie durch gezielte Maßnahmen steigern:

💰 Hohe Rendite:
  • • Küche modernisieren
  • • Bad renovieren
  • • Fassade streichen
  • • Garten pflegen
⚡ Mittlere Rendite:
  • • Neue Fenster
  • • Dämmung verbessern
  • • Heizung erneuern
  • • Böden erneuern
🚫 Geringe Rendite:
  • • Pool einbauen
  • • Luxus-Ausstattung
  • • Individuelle Umbauten
  • • Extravagante Farben

Kostenlose vs. kostenpflichtige Bewertung

Es gibt verschiedene Arten von Immobilienbewertungen – von kostenlos bis mehrere tausend Euro. Welche ist die richtige für Sie?

BewertungsartKostenDauerGenauigkeitWofür geeignet?
Online-Bewertung
(wie bei uns)
Kostenlos2 Minuten
± 10-20%
Richtwert
• Erste Orientierung
• Verkaufsüberlegung
• Marktcheck
Makler-Bewertung
(Marktwertanalyse)
Kostenlos1-3 Tage
± 5-10%
Marktorientiert
• Verkaufsvorbereitung
• Preisfindung
• Vermarktung
Kurzgutachten
(durch Sachverständigen)
500-1.000 €1-2 Wochen
± 3-5%
Sehr genau
• Erbschaft
• Scheidung
• Behörden
Vollgutachten
(nach §194 BauGB)
1.500-3.000 €3-6 Wochen
± 1-3%
Gerichtsfest
• Gerichtsverfahren
• Enteignung
• Finanzamt

💡 Unsere Empfehlung:

1. Start: Kostenlose Online-Bewertung für ersten Richtwert (2 Minuten bei uns)

2. Verkauf: Makler-Bewertung für realistischen Verkaufspreis (kostenlos)

3. Rechtsstreit/Finanzamt: Professionelles Gutachten (kostenpflichtig, aber verbindlich)

So läuft eine professionelle Immobilienbewertung ab

1

Datenaufnahme

Erfassung aller relevanten Objektdaten:

  • • Grundbuchauszug & Flurkarte
  • • Baupläne & Baubeschreibung
  • • Energieausweis
  • • Modernisierungsnachweise
  • • Fotos (innen & außen)
2

Objektbesichtigung

Vor-Ort-Termin zur detaillierten Bestandsaufnahme:

  • • Prüfung des Zustands (Dach, Fassade, Fenster, etc.)
  • • Ausstattungsmerkmale dokumentieren
  • • Mängel & Schäden erfassen
  • • Raumaufteilung & Nutzbarkeit bewerten
  • • Umfeld & Lage analysieren
3

Marktanalyse

Recherche vergleichbarer Objekte:

  • • Verkaufte Objekte in der Region
  • • Aktuelle Angebote analysieren
  • • Preisentwicklung berücksichtigen
  • • Angebot-Nachfrage-Verhältnis prüfen
4

Wertberechnung

Anwendung des passenden Bewertungsverfahrens:

  • • Vergleichswert-, Ertrags- oder Sachwertverfahren
  • • Zu- & Abschläge für Besonderheiten
  • • Marktwertermittlung
  • • Preisspanne definieren (Min-Max)
5

Ergebnis & Empfehlung

Präsentation der Bewertung:

  • • Schriftliches Gutachten / Bewertungsbericht
  • • Verkehrswert & realistische Preisspanne
  • • Erläuterung der Bewertungsfaktoren
  • • Handlungsempfehlungen für Verkauf

⏱️ Zeitaufwand:

2 Min
Online-Bewertung (sofort)
1-3 Tage
Makler-Bewertung
3-6 Wochen
Vollgutachten

Häufige Fehler bei der Immobilienbewertung

Emotionale Überbewertung

Fehler: "Ich habe 50.000 € investiert, also ist meine Immobilie jetzt 50.000 € mehr wert."

Realität: Der Markt entscheidet, nicht Ihre Investitionen. Individuelle Umbauten steigern oft nicht den Wert.

Falsche Vergleichsobjekte

Fehler: "Die Wohnung in München kostet 8.000 €/m², also ist meine auch so viel wert."

Realität: Nur Objekte in derselben Region & Lagesind vergleichbar. Allgäu ≠ München.

Mängel verschweigen

Fehler: Feuchtigkeit, Schimmel oder alte Heizung nicht erwähnen.

Realität: Mängel kommen spätestens beim Verkauf ans Licht. Ehrlichkeit spart Zeit & Ärger.

Unrealistische Angebotspreise

Fehler: Verkaufspreis 30% über Marktwert ansetzen.

Realität: Zu hohe Preise führen zu langer Vermarktungsdauer, Preissenkungen und letztlich niedrigerem Verkaufspreis.

Veraltete Daten nutzen

Fehler: Bewertung von vor 5 Jahren als Grundlage nutzen.

Realität: Der Immobilienmarkt ändert sich ständig. Aktuelle Marktdaten sind essentiell.

Lage unterschätzen

Fehler: "Die Immobilie ist schön, die Lage spielt keine Rolle."

Realität: Die Lage macht oft 50% des Wertes aus. Selbst eine perfekte Immobilie verliert in schlechter Lage an Wert.

Häufig gestellte Fragen zur Immobilienbewertung

Wie genau ist eine kostenlose Online-Bewertung?
Eine kostenlose Online-Bewertung liefert einen Richtwert mit ± 10-20% Abweichung. Sie basiert auf statistischen Daten und Vergleichswerten aus der Region, berücksichtigt aber keine individuellen Besonderheiten wie Zustand, Ausstattung oder Mikrolage. Als erste Orientierung ist sie perfekt – für den Verkauf sollten Sie eine detaillierte Bewertung durch einen Makler oder Gutachter einholen.
Brauche ich für den Verkauf ein kostenpflichtiges Gutachten?
Nein, für einen normalen Immobilienverkauf reicht eine kostenlose Makler-Bewertung völlig aus. Ein kostenpflichtiges Gutachten ist nur nötig bei: Gerichtsverfahren (Scheidung, Erbstreit), Finanzamt (Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer), Behörden (Enteignung) oder wenn Sie einen gerichtsfesten Nachweis benötigen.
Wie oft sollte ich meine Immobilie bewerten lassen?
Das hängt von Ihrer Situation ab:

Beim Verkauf: Immer unmittelbar vor Vermarktung (aktuelle Marktdaten!)
Als Eigentümer: Alle 3-5 Jahre zur Übersicht Ihres Vermögens
Bei großen Renovierungen: Vorher & nachher zur Kontrolle der Wertsteigerung
Bei Erbschaft/Scheidung: Zum Zeitpunkt des Ereignisses

Wichtig: Bewertungen verlieren nach 6-12 Monaten an Aktualität!
Kann ich die Bewertung auch selbst durchführen?
Ja, aber mit Einschränkungen. Sie können:

Online-Rechner nutzen (wie unseren) für Richtwert
Vergleichsobjekte auf Immobilienportalen recherchieren
Bodenrichtwerte beim Gutachterausschuss einsehen

Aber: Ohne Fachwissen und Marktkenntnisse fehlt Ihnen die objektive Perspektive. Eigenheimbesitzer überschätzen ihren Immobilienwert im Durchschnitt um 20-30%. Eine professionelle Bewertung ist daher empfehlenswert.
Welche Unterlagen brauche ich für eine Bewertung?
Für eine detaillierte Bewertung sind folgende Unterlagen hilfreich:

Pflicht:
• Grundbuchauszug
• Flurkarte / Lageplan
• Wohnflächenberechnung

Sehr hilfreich:
• Baupläne / Grundrisse
• Energieausweis
• Baubeschreibung
• Modernisierungsnachweise

Optional:
• Nebenkostenabrechnungen
• Mietverträge (bei Vermietung)
• Wartungsprotokolle (Heizung, etc.)

Hinweis: Für unsere kostenlose Online-Bewertung brauchen Siekeine Unterlagen – nur Adresse & Objektdaten eingeben!
Was kostet ein professionelles Gutachten?
Die Kosten hängen von Objekttyp, Umfang und Gutachter ab:

Kurzgutachten: 500-1.000 € (ca. 0,5% des Verkehrswerts)
Verkehrswertgutachten: 1.000-2.000 € (ca. 1% des Verkehrswerts)
Vollgutachten (§194 BauGB): 1.500-3.000 € (bei komplexen Objekten mehr)

Beispiel: Einfamilienhaus mit Verkehrswert 400.000 €:
→ Kurzgutachten: ca. 800 €
→ Vollgutachten: ca. 1.500-2.000 €

Tipp: Makler bieten kostenlose Bewertungen an – oft ausreichend für Verkauf!
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